Herbst Trip Wyoming · 2020



28. November 2020

Tod eines Freundes – Warum du niemals warten solltest!

Tod eines Verwandten, Tod eines Freundes, Angst vor dem Tod

Ich öffne die Nachricht. Sie ist kurz.

Hi Sarah, Frank ist heute Morgen gestorben.

Ich stehe mitten im Raum und glotze die Wand an. Es ist so still, als würde gleich das Fenster platzen und in tausend Splittern auf die Straße regnen. Auf einmal scheint die Holzvertäfelung zu pulsieren und der Boden unter mir aufzuweichen.

Frank ist ein Freund aus Los Angeles, den ich 2017 auf meiner mehrmonatigen Soloreise durch die USA kennengelernt habe. Ich wusste, dass er Krebs hatte.

Geht und besucht eure Familie, ruft eure Freunde an, verbringt eure Zeit nicht mit Überstunden, sondern mit euren Liebsten. Hier kommen wundersame Erinnerungen an einen tollen Menschen – und tausend Gründe warum du niemals warten solltest!

13. November 2020

US-Wahlen: Könnt ihr Menschen aufhören, scheiße zu sein?

Es ist der 7. November 2020. Wir sitzen auf der Terrasse meines Freundes und feiern. Vier Tage nach den Wahlen steht Joe Biden als neuer Präsident der USA fest. Es war wie ein Krimi. Ein richtig schlechter. Wo sich der Täter selbst ins Knie schießt und die Polizei dümmer ist als ein halber Meter Feldweg.

Ich habe so viele Gedanken auf einmal. Über ein Land, das meine zweite Heimat geworden ist. In dem in den letzten Jahren so viel aus dem Ruder gelaufen ist. Aber das scheint es nicht nur hier, sondern irgendwie weltweit. Und ich frage mich: Könnt ihr Menschen einfach mal aufhören, scheiße zu sein? Der vielleicht politischste Beitrag, den ich hier bisher geschrieben habe.

29. Oktober 2020

Ich bin raus! Tausche verrückte Welt gegen weite Wildnis.

Nachrichten aus, Wildnis an - zu sich selbst finden, lonelyroadlover

Ich bin im Hochrisikogebiet. Dem Land, das an der Spitze des Übels steht und in dem alles außer Kontrolle zu sein scheint. Weltweite Reisewarnung und so. Ich bin in den USA. Und obwohl ich deshalb im Hotspot des Superspreading und mit einem Bein im Grab stehen müsste, fühle ich mich so gut und so weit weg von der Welt wie lange nicht mehr. Was ich mir selbst verordnet habe: keine Nachrichten, keine Aufregung, kein Drama.

Ich bin in der Wildnis. Es ist einsam, schroff und wunderschön. Keiner geht mir auf den Sack und das Getöse der verrückten Welt wird zum Hintergrundrauschen. Es ist der Moment, in dem ich weiß: Ich bin raus. Ein Field Guide zum Gutfühlen.



Facebook Lonelyroadlover
Pinterest Lonelyroadlover


Logo Lonelyroadlover