Reise · Tiny Life · Digital Nomad · Inspiration

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Neuste Verrücktheiten

Einmal zum Sonnenuntergang am Hollywood Sign stehen. Den Wind in den Haaren, die Sonne im Gesicht und etwas Einhornstaub im Herzen. Nicht irgendwo unten, wo das Schild die Größe von Telefonbuchschrift hat. Sondern so nah, wie es geht. Das muss doch zu machen sein!

Grandioser Weise passt mein Plan zur bewegten Geschichte des Schildes: Undurchdacht und vollkommen beschallert. Was ich bei 34 Grad in endlosen Staubwüsten und völliger Dunkelheit ohne Akku in den Hollywood Hills gemacht habe. Und wie zwei Flugbegleiter mich retten mussten.

Prag. Da war ich mal vor hundert Jahren. Als die Hölle zugefroren war und ich zur Schule ging.

Mein Freund und ich sind auf Zugreise durch Osteuropa, hingen schon kopfüber am Wiener Abendhimmel und sind durch die nebligen Gassen Budapests gegeistert.

Der zweite Teil unseres Trips führt uns nach Prag und Berlin. Zu astronomischen Uhren, tanzenden Häusern, in gläserne Kuppeln und zu der Mauer, die Deutschland einst in zwei Staaten teilte. Als Deutsche und Amerikaner noch nicht in ungarischen Zügen rumgeknutscht und sternchentätowierte Mütter verwirrt haben.

Düsseldorf. Wie eine goldene Münze geht die Sonne am Horizont unter und hinterlässt ein Tortenstück aus pinken, roten und gelben Schichten am Himmel. Der letzte große Trip des Jahres. Mit dem Zug durch Osteuropa. Mit meinem Lieblingsmenschen, den ich fast zwei Monate nicht gesehen habe.

Wir landen fast zeitgleich von zwei Enden der Welt aus am Flughafen in Wien. Der Beginn einer wundervollen Reise zwischen silbernen Schlössern, Brücken im Nebel, geheimnisvollen Kaffeehäusern und der schönsten Weihnachtszeit meines Lebens.

Es ist kurz vor Weihnachten 2018 als mein Onkel mir sagt, dass er nicht mehr zur Chemotherapie geht. „Und jetzt?“, frage ich.

„Nichts.“, sagt er. Ein kleines Wort. Das alles bedeutet. 
Als ich im Mai nach 30 Stunden Flug in die USA um zwei Minuten vor Mitternacht ins Motel falle, logge ich mich ins WiFi ein. Die erste Nachricht, die ich bekomme, ist, dass mein Onkel gerade verstorben ist.

Ein Ereignis, das letztlich dazu geführt hat, dass ich mein Tiny House  wieder verkauft habe. Um zu meinem 95-jährigen Opa zu ziehen. Das Leben. Eine Achterbahn.



Beliebteste Verrücktheiten

Grand Prismatic Yellowstone

2017 habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt und bin vier Monate lang allein durch die USA gereist. Von New York bis Chicago, in den Westen über die gesamte Route 66, vorbei an etlichen Nationalparks. Los Angeles, San Francisco und schließlich quer durch den wilden Norden zurück zur Ostküste. Ich habe gelacht, getanzt, geweint und die verrücktesten und schönsten Dinge gesehen. Hier kommt mein kleines Tagebuch.

„Wie kannst du dauernd unterwegs sein?“ Ein Mysterium mindestens so krass wie das Verschwinden von MH17. Vielleicht habe ich reich geerbt, Gold im Grundwasser gefunden oder einfach ein Rad ab?

Die Wahrheit ist, dass ich eines Tages einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt habe, um ihn beim malerischen Finanzamt von Marl einzuwerfen.

Seitdem ist alles, was ich zum Geldverdienen brauche mein Laptop und WLAN.

Ein ehrlicher Bericht. Wie ich es schaffe, neben sechs Monaten auf Reisen trotzdem ganz normal zu arbeiten.

„Du hast Dreck im Gesicht“, ruft mein Freund von oben, während ein paar rostrote Steinchen geräuschvoll zehn Meter in die Tiefe knallen. Ich könnte jetzt auch im Warmen sitzen und eine Serie schauen, in der jemand mit Blut in der Fresse durch einen Wald rennt. Mein Problem war schon immer, dass ich selbst dieser jemand sein wollte.

Es gibt nichts, was ehrlicher und absoluter ist, als mit dem Herzen voran in die Natur zu springen. Um das Kind in uns zu finden. Und vielleicht sogar unsere wahre Bestimmung.

Ich gehe in die Eisen. Hinter mir ein Lastwagen. Der offenbar nicht in die Eisen geht. Ich denke nur noch: Bitte lass es nicht vorbei sein!

Als ich zu Hause bin, denke ich nach. Darüber, warum ich so viel Angst hatte. Vor dem Ende. Schließlich kriegt es uns alle mal. Aber nicht jetzt. Nicht jetzt.

Zwei Jahre später, schließe ich meine Augen über dem Abgrund des Canyons. Was wäre wenn. Ich lächele. Nicht jetzt? Nicht mehr. Wie ich die Angst vor dem Tod verloren habe.




 

Ehrliche Reise- und Lebensgeschichten mit einem scharfen Schuss Humor. Ein Blog, der dir in den Hintern tritt, damit du rausgehst und lebst. ♥

Honest life and travel stories flavored with hot spices of black humor. A blog that kicks your ass so you go out and live your damn life. ♥


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