Reise · Tiny Life · Digital Nomad · Inspiration

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Neuste Verrücktheiten

Es ist kurz vor Weihnachten 2018 als mein Onkel mir sagt, dass er nicht mehr zur Chemotherapie geht. „Und jetzt?“, frage ich.

„Nichts.“, sagt er. Ein kleines Wort. Das alles bedeutet. 
Als ich im Mai nach 30 Stunden Flug in die USA um zwei Minuten vor Mitternacht ins Motel falle, logge ich mich ins WiFi ein. Die erste Nachricht, die ich bekomme, ist, dass mein Onkel gerade verstorben ist.

Ein Ereignis, das letztlich dazu geführt hat, dass ich mein Tiny House  wieder verkauft habe. Um zu meinem 95-jährigen Opa zu ziehen. Das Leben. Eine Achterbahn.

„Wie kannst du dauernd unterwegs sein?“ Ein Mysterium mindestens so krass wie das Verschwinden von MH17. Vielleicht habe ich reich geerbt, Gold im Grundwasser gefunden oder einfach ein Rad ab?

Die Wahrheit ist, dass ich eines Tages einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt habe, um ihn beim malerischen Finanzamt von Marl einzuwerfen.

Seitdem ist alles, was ich zum Geldverdienen brauche mein Laptop und WLAN.

Ein ehrlicher Bericht. Wie ich es schaffe, neben sechs Monaten auf Reisen trotzdem ganz normal zu arbeiten.

Das Neonlicht der Tankstelle gleißt in der totalen Finsternis. Ein intergalaktischer Blitz erhellt die Einsamkeit der Wüste für das Blinzeln einer Sekunde. Wir sind in Green River, Utah. Nur einen Katzensprung entfernt vom Arches National Park.

Morgen müssen wir um 5 Uhr aufstehen, um uns einen romantischen Sonnenaufgang anzusehen. Das Leben kann schon hart sein. Das ist die Geschichte von einem feuerroten Felsentor, Canyons, die wie Gänsehälse aussehen, und einem fantastischen Roadtrip mit meinem wundersamen Doppelgänger.

Nach vier Monaten im tiefsten Wald von Wyoming kracht das kreischbunte Los Angeles wie die Titanic in den Eisberg. Ich bin der Eisberg. Wie Gretel stehe ich am LAX Airport und versuche ein paar Brotkrumen zu finden, die mir einen Hinweis auf die U-Bahn geben. Noch habe ich keine Ahnung, dass ich in den kommenden drei Stunden damit beschäftigt bin, mich in zwei Bahnen und drei Bussen quer durch die Stadt zu kämpfen und dabei Bekanntschaften von der Bahn-Security bis zum Drogendealer zu machen. Hello, Los Angeles!



Beliebteste Beiträge

Grand Prismatic Yellowstone

2017 habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt und bin vier Monate lang allein quer durch die USA gereist. Von New York bis Chicago, in den Westen über die gesamte Route 66, vorbei an etlichen Nationalparks. Los Angeles, San Francisco und schließlich quer durch den wilden Norden zurück zur Ostküste. Ich habe gelacht, getanzt, geweint und die verrücktesten und schönsten Dinge gesehen. Hier kommt mein kleines Tagebuch.

„Du hast Dreck im Gesicht“, ruft mein Freund von oben, während ein paar rostrote Steinchen geräuschvoll zehn Meter in die Tiefe knallen. Ich könnte jetzt auch im Warmen sitzen und eine Serie schauen, in der jemand mit Blut in der Fresse durch einen Wald rennt. Mein Problem war schon immer, dass ich selbst dieser jemand sein wollte.

Es gibt nichts, was ehrlicher und absoluter ist, als mit dem Herzen voran in die Natur zu springen. Um das Kind in uns zu finden. Und vielleicht sogar unsere wahre Bestimmung.

Ich gehe in die Eisen. Hinter mir ein Lastwagen. Der offenbar nicht in die Eisen geht. Ich denke nur noch: Bitte lass es nicht vorbei sein!

Als ich zu Hause bin, denke ich nach. Darüber, warum ich so viel Angst hatte. Vor dem Ende. Schließlich kriegt es uns alle mal. Aber nicht jetzt. Nicht jetzt.

Zwei Jahre später, schließe ich meine Augen über dem Abgrund des Canyons. Was wäre wenn. Ich lächele. Nicht jetzt? Nicht mehr. Wie ich die Angst vor dem Tod verloren habe.

1. Januar 2018: Ich habe keinen Job mehr, nichts klappt und alles ist scheiße.
31. Dezember 2018: Ich besitze eine eigene Firma, bin 11 Wochen lang gereist, habe meine langjährige Beziehung beendet, bin umgezogen, habe meinen Seelenverwandten gefunden und mir ganz kurz vor knapp noch ein Tiny Home gekauft, in das ich Anfang 2019 einziehen werde. Mein Euphorie-Level liegt kurz vor LSD. Eine Chronologie des Wahnsinns.




 

Ehrliche Reise- und Lebensgeschichten mit einem scharfen Schuss Humor. Ein Blog, der dir in den Hintern tritt, damit du rausgehst und lebst. ♥

Honest life and travel stories flavored with hot spices of black humor. A blog that kicks your ass so you go out and live your damn life. ♥


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